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Sin­ga­po­re Chi­na­town

Letz­tes Up­date am 06. No­vem­ber 2021
Die Chi­na­town in Sin­ga­po­re ist ein Ort, an dem jahr­hun­der­te alte Tra­di­tio­nen ge­pflegt wer­den aber auch einer der le­bend­igs­ten Stadt­tei­le in Sin­ga­po­re.

Die Sin­ga­po­re Chi­na­town ist ein­zi­gar­tig: Hier ist nicht nur einer der Grün­dungsker­ne der Stadt, son­dern be­son­ders viele der his­to­ri­schen Ge­bäu­de sind bis heute er­hal­ten ge­blie­ben. Die Chi­na­town in Sin­ga­po­re ist ein Ort, an dem jahr­hun­der­te alte Tra­di­tio­nen ge­pflegt wer­den aber dar­über hin­aus ein le­bend­i­ger Stadt­teil der Me­tro­po­le. Der Kon­trast­reichtum macht die Fas­zi­na­ti­on von Chi­na­town aus und viele Teile von sind dabei nicht einmal chi­ne­sischen Ur­sprungs. Der Be­su­ch­er fin­det hier zum Bei­spiel den äl­tes­ten Hin­du­tem­pel von Sin­ga­po­re und auch Mo­sche­en, die lange vor der Ein­wander­ungs­wel­le aus China ents­tan­den. Be­su­ch­er soll­ten sich ein wenig Zeit neh­men und die Fa­cet­ten die­s­es ab­wech­slungs­rei­chen Stadt­teils ge­nie­ßen – so­wohl bei Tag als auch bei Nacht.

Geschich­te der Chi­na­town

Die Wur­zeln der Chi­na­town rei­chen zu­rück in das Jahr 1819, als Sir Stam­ford Raff­les an dieser st­ra­te­gisch gün­s­tig ge­le­ge­nen Bucht einen Han­delspos­ten er­rich­t­e­te. Sin­ga­po­re ward als Frei­ha­fen ge­grün­det und so wurde der klei­ne Han­delspos­ten schnell zu einem An­zie­hungs­punkt für Im­mi­gran­ten und Glücks­jä­ger. Die erste grö­ße­re Ein­wander­ungs­wel­le von China be­gann 1821. Die Ein­wan­de­rer aus Xia­men er­rich­teten aus Dank­bar­keit für die glück­lich über­stan­de­ne Reise und in Hoff­nung auf eine gute Zu­kunft den Thian Hock Keng Tem­pel. Chi­na­town wurde die Hei­mat der chi­ne­sischen Ein­wan­de­rer, der Ort in dem sie leb­ten. Ar­beit fan­den sie in der Nähe des Flus­ses.

Die Le­bens­be­din­gun­gen der chi­ne­sischen Ein­wan­de­rer waren alles an­de­re als gut. Ban­den­kri­mi­nali­tät und schlech­te sanitä­re Ver­sorg­ung mach­ten den Ar­bei­tern das Leben schwer. Viele der un­quali­fi­zier­ten Ar­bei­ter, die mit gro­ßen Hoff­nun­gen hier­her ge­kom­men waren sahen ihre Hoff­nun­gen schwin­den. Der Miss­brauch von Opium lei­s­te­te Armut und Hoff­nungs­lo­sig­keit wei­ter Vor­schub. Die schlech­te Si­tua­ti­on in China und der Hoff­nungs­schim­mer auf ein bes­se­r­es Leben in Sin­ga­po­re ließ den Strom der Ein­wan­de­rer in den nächs­ten Jah­ren nicht ab­rei­ßen.

Tem­pel in Chi­na­town

Der Sri Ma­ri­am­man Tem­pel in der South Bridge Road ist der äl­tes­te und wich­tigs­te Hindu Tem­pel in Sin­ga­po­re. Die An­la­ge wurde 1827 er­rich­tet und ist im Jahr 1973 zu einem na­tionalen Denk­mal von Sin­ga­po­re er­k­lärt wor­den. Der Tem­pel ist der Göt­tin Ma­ri­am­man ge­weiht. Diese Got­t­heit wird be­son­ders bei Seu­chen, wie der Cho­le­ra oder den Po­cken, um Hilfe ge­be­ten. Man kann die Exis­tenz die­s­es Tem­pels als Zei­chen für die schlech­ten sanitä­ren Be­din­gun­gen in Sin­ga­po­res Grün­dungs­pe­ri­ode an­se­hen. Jeder Be­su­ch­er des Tem­pels muss eine Glo­cke läu­ten um die Götter von sei­nem Be­such in Kennt­nis zu set­zen und mit einem Glo­cken­läu­ten muss auch das Ver­las­sen des Tem­pels kund­ge­tan wer­den.

Neben den hin­du­i­s­t­i­schen Gläu­bi­gen zieht der Sri Ma­ri­am­man Tem­pel auch viele Chi­ne­sen an, die hier ihre Ge­be­te ver­rich­ten. Eine Be­son­der­heit stel­len zwei Fen­ster des Tem­pels dar, die in chi­ne­sischem Stil ge­h­al­ten sind. Eine sol­che Mi­schung fin­det sich in kei­nem an­de­ren hin­du­i­s­t­i­schen Tem­pel in Sin­ga­po­re. Sie gilt als ein Zu­ge­ständ­nis an die hier le­bend­en Chi­ne­sen um auch ihrem Glau­ben einen Platz in dies­em Tem­pel einzu­räu­men.

Shophou­ses in Chi­na­town

Seit jeher prä­gen die so­ge­nann­ten Shophou­ses das St­ra­ßen­bild in Chi­na­town. Diese pit­to­resken Hä­u­ser wer­den Shophä­u­ser ge­nannt, da das Un­ter­geschoss als Laden dient und die Be­sitzer die obe­ren Stock­wer­ke bewoh­nen. Die ar­chitek­to­ni­sche Stil­rich­t­ung wird auch als chi­ne­sischer Ba­rock bezeich­net: Eine Mi­schung zwi­schen chi­ne­sischen, ma­lai­ischen und eu­ro­päi­schen Ein­flüs­sen.

Der ma­lai­ische Stil fin­det sei­nen Aus­d­ruck in den de­tail­lier­ten Holz­sch­nit­ze­rei­en und der Pin­tu­pa­gar, einer Schwing­tür, wie man sie auch aus Wil­dwest Fil­men kennt. Diese Kon­st­ruk­ti­on hält allzu neu­gie­ri­ge Bli­cke fern, lässt aber eine küh­len­de Briese in den Innen­raum st­rei­chen. Der Ein­fluss des Em­pi­res macht sich be­son­ders im gre­go­rian­i­schen Stil der Fen­ster be­merk­bar. Die chi­ne­sische Pa­ten­schaft wird durch die rei­chen Far­ben of­fen­sicht­lich die das ganze Haus verz­ie­ren. Eben­falls über­all in und an den Shophou­ses fin­det man chi­ne­sische Glücks­sym­bo­le. Diese sol­len böse Gei­s­ter ban­nen sowie Glück und Reichtum der Bewohner be­wah­ren. Man kann auch noch ei­ni­ge Hä­u­ser sehen, deren Ker­a­mik ge­deck­te Dä­cher einen Halb­mond bil­den. Diese Dach­kon­st­ruk­ti­on soll den Ab­fluss des Re­gen­was­sers sam­meln und als sicht­ba­res Zei­chen für Reichtum über die Fas­sa­de des Hau­ses ab­lei­ten.

Food Courts in Chi­na­town

Ganz Sin­ga­po­re ist ein Pa­ra­dies für Fein­schme­cker und Chi­na­town bil­det hier­bei keine Ausnah­me. Essen spielt über­all in der Chi­na­town eine große Rolle. Hier di­nie­ren Geschäfts­leu­te und ver­wöh­nen den Gau­men mit er­le­se­nen Wei­nen, wäh­rend nur ei­ni­ge Meter wei­ter eine chi­ne­sische Fa­mi­lie den Hun­ger an einer Schüs­sel Nud­del­sup­pe stillt.

Na­tür­lich ist die chi­ne­sische Küche die häu­figs­te in Sin­ga­po­re – ganz be­son­ders in Chi­na­town. Hier fin­det man die Spe­ziali­tä­ten na­he­zu jeder chi­ne­sischen Pro­vinz, allen voran die Ge­rich­te aus Kan­ton, Hakka, Hokki­en und Hai­n­an.

Ho­tels rund um Chi­na­town

In Chi­na­town und der nä­he­ren Um­ge­bung wur­den mit gro­ßem Elan und hohem fi­nan­zi­el­le Auf­wand alte Shophou­ses kom­plett ent­kernt und in Bou­ti­que- und De­si­gn­ho­tels um­ge­baut. Zu den be­lieb­tes­ten zäh­len u.a. das klei­ne Hotel 1929, das Bou­ti­que­ho­tel The Scar­let sowie bei­spielsweise das Fu­ra­ma. Un­se­re Ho­te­laus­wahl rund um die Sin­ga­po­re Chi­na­town fin­den Sie hier.

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